Joseph Schmidt. Sein Lied ging um die Welt (eine temporäre Ausstellung)

Das Czernowitzer Museum für die jüdische Geschichte und Kultur der Bukowina und die ukrainisch-deutsche Kulturgesellschaft des Zentrums Gedankendach laden Sie herzlich ein, die temporäre Ausstellung   „Sein Lied ging um die Welt“ zu besuchen. Diese erinnert an das Leben und Schaffen des weltberühmten Sängers Joseph Schmidt . Die Ausstellung eröffnet am 21.10 um 16:00 Uhr in der „Sweet Art“ Gallerie. (Steinbarg Str. 23, Czernowitz)

Sein Lied ging um die Welt

Eine Ausstellung über das Leben und Schaffen Joseph Schmidts

Vom 21. Oktober bis zum 3. November 2014 präsentiert das Museum in der Galerie „Sweet Art“ in Czernowitz (Steinbargstr. 23) eine Ausstellung, die dem weltbekannten Tenor der Vorkriegszeit, Joseph Schmidt, gewidmet ist. Die Ausstellung wird veranstaltet in der Zusammenarbeit mit der ukrainisch-deutschen Kulturgesellschaft des Zentrums GEDANKENDACH und beruht auf Material, dass uns freundlicherweise vom „Haus der Heimat“ in Stuttgart zur Verfügung gestellt wurde, wofür wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken möchten. Ergänzt wurde sie durch Dokumente aus dem Staatlichen Gebietsarchiv, sowie aus Privatbeständen der Familie Schlamp.

In den 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts waren Schmidts Lieder und Arien überall im Radio zu hören. Er füllte die Konzertsäle der größten Kulturmetropolen dieser Welt.

Die steile aber leider kurze musikalische Karriere von Joseph Schmidt nahm ihre Anfänge in Czernowitz. Die Stimme des jüdischen Jungen beeindruckte alle, die sie hörten, auch den Kantor des hiesigen israelitischen Tempels. Nach wenigen Jahren war Schmidt bereits die erste Stimme in dessen Chor. Schnell wurde er sehr populär in Czernowitz und der Umgebung. Mitte der 20er Jahre ging Joseph Schmidt zum weiteren Studium nach Berlin.

Seine unglaubliche Stimme half ihm seine Schwächen und Probleme in den Hintergrund zu rücken: die finanziellen Schwierigkeiten seiner Familie, seine provinzielle Herkunft und vor allem seine auffallend geringe Körpergröße. Schon mit seinen ersten Auftritten beim Berliner Rundfunk begeisterte er das Publikum. So gelang es Schmidt bald, ein Millionenpublikum für sich zu gewinnen.

Als 1933 der Musikfilm „Ein Lied geht um die Welt“ veröffentlicht wurde, in dem Joseph Schmidt die Hauptrolle spielte, erreichte seine Karriere ihren Höhepunkt. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten zerstörte nicht nur den Frieden in Europa, sondern auch die künstlerische Laufbahn des Tenors.

Zur Flucht gezwungen, suchte Schmidt in verschiedenen Ländern Europas Asyl. Schließlich landete er in einem Internierungslager an der schweizerisch-französischen Grenze. In eben diesem Lager war seine Stimme am 16. November 1942 zum letzten Mal zu hören.

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