Besuch der Südbukowina

Am 29. Januar statteten Vertreter des Czernowitzer Museums für jüdische Geschichte und Kultur der Bukowina der Stadt Radautz (Rumänien) einen Besuch ab. Dieser Ausflug war bereits seit längerer Zeit geplant, hatte jedoch aus unterschiedlichen Gründen immer wieder verschoben werden müssen. Er hatte zum Ziel, die jüdische Geschichte und Kultur des Ortes sowie dessen jüdische Gemeinde ein wenig kennen zu lernen. Auf dem Programm des Aufenthaltes standen eine Begegnung mit dem Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde, Igo Kofler, und Besuche des jüdischen Gemeindezentrums, der alten Synagoge „Templul Mare“ und des kleinen Museums, das im Juli 2012 in der Synagoge eröffnet worden ist.

Besonders erfreulich war es, im Laufe der Gespräche zu bemerken, dass die Vertreter der Juden des rumänischen Teils der Bukowina die Erhaltung des jüdischen Kulturerbes auf beiden Seiten der Grenze als ebenso wichtig und notwendig befinden wie wir, da dieses Erbe untrennbar zusammen gehört und als solches einzigartig ist. Es wurde zum Ausdruck gebracht, dass alle Maßnahmen ergriffen werden sollen, die zu diesem gemeinsamen Ziel notwendig sind, auch im Rahmen bilateraler Projekte. Man war sich darüber einig, dass die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages der erste Schritt sein soll.

Mykola Kuschnir, Direktor des Museums, lud Igo Kofler, dessen eigener Vater aus Czernowitz stammt, zum Gegenbesuch nach Czernowitz ein, um sich mit den Materialien unserer Ausstellung bekannt zu machen.

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Die Synagoge „Templul Mare“ in Radautz.

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In der Synagoge
(v. r. n. l. M. Kuschnir, Direktor des jüdischen Museums Czernowitz,
I. Bursuk, Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde der Czernowitzer Oblast,
I. Kofler, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Radautz).

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